Kann ich Caravan und Wohnmobil während der Fahrt beheizen?

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Um Gasgeräte des Freizeitfahrzeugs auch während der Fahrt mit Flüssiggas zu versorgen, bedarf es besonderer technischer Vorkehrungen. Diese sind durch Normen und Arbeitsblätter fixiert.

Oberste Priorität hat der Schutz der Camper, wenn sich mal ein Verkehrsunfall ereignen sollte. Wäre in diesem Fall das Gasflaschenventil geöffnet, um zum Beispiel den Fonds des Caravans zu beheizen, könnte unter Umständen Flüssiggas unverbrannt austreten.

Norm aus Brüssel

Wenn man also Gasgeräte während der Fahrt betreiben möchte, schreibt die DIN EN 1949:2013-05 „Festlegungen für die Installation von Flüssiggasanlagen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen“ folgendes wörtlich vor:

„Wenn vorgesehen ist, dass ein Heizsystem oder ein anderes Gerät während der Fahrt genutzt werden soll, muss eine Einrichtung vorhanden sein, die den unkontrollierten Austritt von Flüssiggas auf Grund eines unfallbedingten Abrisses (gemäß der Europäischen Richtlinie 2006/119/EG) verhindert.“

Das Arbeitsblatt G 607 (A) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) weist explizit auf eben jenen Abschnitt 6.1.3 der europäischen Norm hin.

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Flüssiggasanlage im Freizeitfahrzeug
Mit speziell dafür ausgelegten Komponenten kann der Halter eines Caravan oder Wohnmobils während der Fahrt heizen und weitere Gasgeräte betreiben.

Crash-Sensor

Somit: Ja, Sie können Caravan und Wohnmobil während der Fahrt beheizen und andere Gasgeräte betreiben. Zwingend erforderlich sind allerdings zwei Sicherheitseinrichtungen. In diesem Beitrag lesen Sie, wie Sie den Anforderungen mit dem sogenannten Crash-Sensor und der Schlauchbruchsicherung nachkommen: Welche Komponenten benötige ich, um Gasgeräte in Caravan und Wohnmobil während der Fahrt zu betreiben?