Flüssiggas LPG hat einen hohen Brennwert und wird nicht nur zum Heizen verwendet. Es verbrennt nahezu rückstandslos und wird durch das Grillen immer beliebter.
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Flüssiggas LPG hat einen hohen Brennwert und wird nicht nur zum Heizen verwendet. Es verbrennt nahezu rückstandslos und wird durch das Grillen immer beliebter.
Haben Sie gewusst, dass Flüssiggas – ein so wichtiger fossiler Energieträger – eigentlich nur ein Nebenprodukt bei der Erdölraffination ist?
Flüssiggas wird häufig mit LPG abgekürzt. Das bedeutet ausgeschrieben: Liquefied Petroleum Gas. Während man Erdgas durch Pipelines von A nach B transportiert, gelangt LPG mit Schiffen, Bahnkessel- oder Straßentankwagen zum Händler und Verbraucher.
Ein solch flexibler Transport ist möglich, weil Flüssiggas bei Raumtemperatur unter vergleichsweise geringem Druck flüssig bleibt.
Im gasförmigen Zustand ist der Rauminhalt von Propan circa 260-mal größer als im flüssigen. Klingt zunächst abstrakt und wenig spektakulär, ist allerdings einer der Hauptgründe, warum LPG so beliebt ist als Energieträger. Aufgrund dieser enormen Volumenveränderung kann man große Energiemengen in relativ kleinen Behältern transportieren und lagern.
Eine Gasflasche mit einem Füllgewicht von 5 Kilogramm enthält eine Flüssiggasmenge von circa 10 Litern. Wenn diese verdampfen entstehen ungefähr 2.600 Liter Gasphase. Daraus wiederum kann sich ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch von 130.000 Litern bilden.
Mit solchen Zahlen weiß der Endverbraucher naturgemäß wenig anzufangen. Deshalb ein praxisbezogenes Beispiel: Ein Kilogramm Flüssiggas entspricht einem Heizwert von 12,87 Kilowattstunden. In einer 5 Kilogramm-Gasflasche befindet sich also ein Heizwert von fast 65 Kilowattstunden. Ein Spitzenwert, an den andere Energieträger wie zum Beispiel Erdgas, Holzpellets oder Holzkohle nicht heranreichen.
Neben dem hohen Heizwert hat Flüssiggas einen weiteren Vorteil: Es enthält keine umweltbelastenden Stoffe und verbrennt nahezu rückstandslos. Flüssiggas ist „sauber und grün“.
An sich ist LPG farb- und geruchlos. Aus Sicherheitsgründen ist dem Gas ein Duftstoff beigemischt. Tritt das Gas unverbrannt aus, riecht es kräftig nach Schwefelwasserstoff, also nach faulen Eiern. Der Betreiber einer Anlage erkennt so schnell, dass sich eventuell ein Leck gebildet hat.
Der Siedepunkt von LPG ist immer abhängig von dem Mischungsverhältnis. Während reines Propan bei minus 42 Grad Celsius siedet, liegt dieser Punkt bei Butan bei minus 0,5 Grad Celsius. Die Werte beziehen sich auf den mittleren Luftdruck auf Meereshöhe, also circa 1.013 Hektopascal.
Flüssiggas hat eine weitere, besondere Eigenschaft: Es ist schwerer als Luft. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Erdgas, das leichter ist als Luft und somit in der freien Atmosphäre leichter verflüchtigt. Flüssiggas hingegen sammelt sich am Boden, wenn es unverbrannt austritt.
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.