Wir zeigen, was Sie prüfen müssen, wenn Sie den Gasgrill nach dem Winter erstmals benutzen. Wichtig ist nicht nur der Grill, auch Druckregler und Schlauchleitung.
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Wir zeigen, was Sie prüfen müssen, wenn Sie den Gasgrill nach dem Winter erstmals benutzen. Wichtig ist nicht nur der Grill, auch Druckregler und Schlauchleitung.
Wir sagen Ihnen, auf was Sie als Privatperson oder Gewerbetreibender achten müssen, wenn Sie im Frühling „angrillen“ beziehungsweise den Grill in Betrieb nehmen. Bei mit Flüssiggas betriebenen Grills sollte der Fokus besonders auf Druckregler und Schlauchleitung liegen.
Grillen mit Flüssiggas liegt voll im Trend – zugegebenermaßen keine allzu gewagte Aussage, da ein regelrechter Grill-Hype auf Deutschlands Terrassen, Balkonen und Rasen entbrannt ist. Erst im Herbst verabschieden sich einige Gasgrills in die wohlverdiente Winterpause. Wenn Sie den Gasgrill aus eben jener wieder zurückholen, sollten Sie auf ein paar Dinge achten, um Unwägbarkeiten vorzubeugen. Wir zeigen, auf welche.
Zunächst einmal macht es Sinn, alle Einzelteile auf offensichtliche Beschädigungen zu kontrollieren. Bei Gasgrill, Druckregler und Schlauchleitung können das beschädigte Verbindungselemente sein. Bei der Schlauchleitung im Speziellen geben beispielsweise Tierbisse oder sehr spröde und rissige Stellen Hinweise auf eine – eventuell entstehende – Undichtheit.
Bevor Sie den Grill wieder in Betrieb nehmen, können Sie einzelne Bedienelemente wie Schalter und Regler für die Heizstufen auf Funktion prüfen. Lassen sich die Bedienelemente wie gewohnt betätigen, rasten sie bei den vorgesehenen Stellungen ein? Alle notwendigen Schritte zur Inbetriebnahme finden Sie in der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Wenden wir uns den sicherheitsrelevanten Bauteilen von GOK – Druckregler und Schlauchleitung – zu. Bei beiden können Sie das Herstelldatum beziehungsweise das Austauschdatum kontrollieren. Ohne eine Panikwelle lostreten zu wollen: Je älter Druckregler und Schlauchleitung, desto anfälliger sind sie für Störungen. Die beiden Armaturen sind aufgrund ihrer dauerhaften Benutzung als Verschleißteile definiert.
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Auf dem runden Typschild eines GOK-Druckreglers finden Sie das jeweilige Herstelldatum. Je nach Produktionszeitraum kommen dabei unterschiedliche Formate zum Einsatz. Insgesamt gibt es aktuell drei Varianten:
Vierstellige Angabe mit Punkt:
Lange Zeit war folgende Schreibweise üblich: zwei Ziffern für den Monat, gefolgt von einem Punkt, und zwei Ziffern für das Jahr. Ein Beispiel: Die Kombination 08.15 bedeutet, dass der Druckregler im August 2015 hergestellt wurde.
Vierstellige Jahresangabe:
In einem späteren Produktionszeitraum entfiel die Monatsangabe. Stattdessen ist auf dem Typschild ausschließlich das Baujahr in vierstelliger Form vermerkt, zum Beispiel 2022.
Zweistellige Jahresangabe:
Seit Kurzem verwendet GOK nur noch zwei Ziffern für die Darstellung, die das Herstellungsjahr angeben. Die Zahl 25 steht somit für das Jahr 2025.
An den Schlauchleitungen von GOK finden Sie einen gelben Anhänger. Darauf ist das Jahr abgedruckt, in dem Sie die Schlauchleitung spätestens tauschen sollten.
Falls der Anhänger nicht mehr an der Schlauchleitung sein sollte oder diese gar nicht von GOK ist, finden Sie das Jahr der Herstellung auch anders heraus: Auf der Schlauchleitung selbst ist das Baujahr abgedruckt. Dies kann beispielsweise in folgenden Formen für das Herstellungsjahr 2016 angegeben sein: BJ16, BJ2016, 2016, 16 oder 04.16 (Monat.Baujahr).
Hinweis für Gewerbe: Wenn Sie den Gasgrill auch oder ausschließlich zu gewerblichen Zwecken (zum Beispiel Imbissstand oder Restaurant) nutzen, gilt die Regel 110-010 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (vormals: DGUV V 79). Druckregler und Schlauchleitung müssen demnach spätestens vor Ablauf von zehn Jahren getauscht werden. Maßgebend ist das Herstelldatum der Armaturen, nicht das Einbau- oder Inbetriebnahmedatum.
Hinweis für Privatpersonen: Wenn Sie den Gasgrill ausschließlich für private Zwecke nutzen, müssen Sie Druckregler und Schlauchleitung vor Ablauf von zehn Jahren ab Herstelldatum tauschen. Das besagt das Arbeitsblatt G 612 (A) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).
Sollten Sie Zweifel an der ordnungsgemäßen Funktion von Druckregler und Schlauchleitung haben beziehungsweise diese über der Austauschfrist liegen, raten wir dringend zum Austausch. Denn: Für die Sicherheit und den ordnungsgemäßen Zustand der Flüssiggasanlage ist der Betreiber verantwortlich. Passende Ersatzprodukte finden Sie bei unseren Handelspartnern.
Nachdem Sie alle Komponenten quasi „trocken“ überprüft haben, folgt abschließend die vereinfachte Dichtheitsprüfung.
Sollte Ihnen trotz Funktions- und Dichtheitsprüfung während des Grillens der unangenehme Duft von fauligen Eiern in die Nase steigen, kann das zwei Gründe haben: Entweder die Eier für den Salat waren doch nicht mehr die frischesten oder – und das ist bei weitem wahrscheinlicher – es tritt irgendwo Flüssiggas aus.
Propan ist an sich geruchslos. Zur Sicherheit wird dem Flüssiggas jedoch ein Geruchsmittel beigemischt, das eben stark nach ranzigen Eiern riecht. Wenn Sie diesen Geruch wahrnehmen, bitte sofort das Entnahmeventil an der Flüssiggasflasche schließen und alle Zündquellen löschen beziehungsweise keinesfalls betätigen. Erst wenn Sie die Undichtheit lokalisiert und beseitigt haben, kann das Grillvergnügen weitergehen.
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.