Wer die Gasanlage von Wohnmobil oder Wohnwagen auch während der Fahrt betreiben möchte, braucht auf jeden Fall einen Crash-Sensor. Seit 2021 bietet GOK eine eigens entwickelte Variante dieser Sicherheitseinrichtung mit einer Pendellösung als Wirkprinzip an. Der Crash-Sensor ist immer integraler Bestandteil einer Gasdruckregelanlage wie der Caramatic DriveOne oder Caramatic DriveTwo.
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Wer die Gasanlage von Wohnmobil oder Wohnwagen auch während der Fahrt betreiben möchte, braucht auf jeden Fall einen Crash-Sensor. Seit 2021 bietet GOK eine eigens entwickelte Variante dieser Sicherheitseinrichtung mit einer Pendellösung als Wirkprinzip an. Der Crash-Sensor ist immer integraler Bestandteil einer Gasdruckregelanlage wie der Caramatic DriveOne oder Caramatic DriveTwo.
***Update***
Der nachfolgende Artikel bezieht sich lediglich auf die wandmontierten Gasdruckregelanlagen von GOK, um das Fahrzeug auch während der Fahrt mit Flüssiggas betreiben zu dürfen. Die neu entwickelte Caramatic SafeDrive hat ebenfalls einen Crash-Sensor integriert, aber einen komplett unterschiedlichen Anlagenaufbau.
Ganz generell brauchen Camper diese Sicherheitseinrichtung, um zum Beispiel bei einem Unfall mit dem Freizeitfahrzeug geschützt zu sein. Der Crash-Sensor unterbricht im „Fall der Fälle“ den Gasdurchfluss und verhindert so, dass unverbranntes Gas aus der nachfolgenden Leitung austreten kann.
Sie sind Voraussetzung für die Gasversorgung im Wohnmobil oder Wohnwagen während der Fahrt: die Caramatic DriveOne (li.) oder die Caramatic DriveTwo (re.) – jeweils mit Crash-Sensor.
Wie funktioniert der Crash-Sensor?
Der Crash-Sensor von GOK basiert seit 2021 auf einem neu entwickelten Wirkprinzip. Die sogenannte Pendellösung sorgt für den Gasdurchfluss – wenn alles normal läuft – sowie für die Blockade.
Das Pendel hält eine federbelastete Dichteinheit solange offen, bis es zu einem Unfall kommt. Wir hoffen natürlich für alle Camper, dass das nie vorkommt und wünschen es niemandem, aber völlig auszuschließen ist es natürlich nicht. Deshalb ist es wichtig, gut gerüstet zu sein.
Aufgrund der bei einem Unfall auftretenden Kräfte ändert das Pendel seine Position. In der Folge fährt die federbelastete Dichteinheit nach unten und blockiert den Gasdurchfluss. Es fließt also kein Flüssiggas mehr zur angeschlossenen Gasheizung.
Wie funktionieren Inbetriebnahme oder Reset?
Inbetriebnahme und Reset des Crash-Sensors bzw. der Anlage sind denkbar einfach. Im Lieferumfang von zum Beispiel Caramatic DriveOne oder Caramatic DriveTwo finden Camper immer auch ein multifunktionales Werkzeug, unter anderem für Inbetriebnahme und Reset der Anlage.
Ein kurzer Druck auf den grünen Knopf genügt und der Crash-Sensor samt Anlage ist betriebsbereit. Das Pendel schwingt sofort in die richtige Position.
Was sind die Vorteile des neuen Wirkprinzips mit Pendel?
Das ist auch der erste große Vorteil: Mit Drücken des Knopfes kann sich der Camper sicher sein, dass die Anlage auch sofort betriebsbereit ist – sowohl bei Inbetriebnahme als auch beim Reset. Vormals musste man den Knopf um die fünf Sekunden gedrückt halten, dass die Komponenten am dafür vorgesehenen Platz und einsatzbereit sind.
Ein weiterer Vorteil hat ebenfalls mit Inbetriebnahme und Reset zu tun. Beides funktioniert auch problemlos, selbst wenn Wohnmobil oder Wohnwagen schräg stehen – beispielsweise auf einem Hanggrundstück oder einem abschüssigen Campingplatz.
Vorteil Nummer drei ist, dass der Crash-Sensor mit Pendel präziser arbeitet als sein Vorgänger und das wiederum Fehlauslösungen reduziert. Wer schon mal auf echten „Offroad“-Strecken unterwegs war, wird Bekanntschaft mit einigen Schlaglöchern und Buckelpisten gemacht haben. Auch dabei können hohe Kräfte auf das Freizeitfahrzeug wirken und der Crash-Sensor fälschlicherweise auslösen. Die neue Pendellösung minimiert solch fälschliches Ansprechverhalten.
Was ist außerdem zu beachten?
Der Crash-Sensor ist nur eine von zwei Sicherheitseinrichtungen, die Camper benötigen, um auch während der Fahrt heizen zu dürfen. Die andere ist eine Schlauchbruchsicherung. Bei der Schlauchleitung Caramatic ConnectDrive ist die Schlauchbruchsicherung integriert und wird direkt an der Gasflasche installiert.
Die Schlauchbruchsicherung verhindert den Gasaustritt, sollte der Schlauch abreißen oder ein massives Leck im nachfolgenden Leitungssystem auftreten.
Der Caramatic ConnectDrive verbindet Gasflasche mit Gasfilter bzw. Gasdruckregelanlage und besteht aus einer Schlauchbruchsicherung sowie einer Schlauchleitung. In Kombination mit dem Crash-Sensor ist die Schlauchbruchsicherung Voraussetzung, um die Gasanlage auch während der Fahrt zu betreiben.
Normative Hintergründe
Welche Sicherheitseinrichtungen es für den Betrieb der Flüssiggasanlage während der Fahrt braucht, ist europaweit einheitlich geregelt. Die DIN EN 1949:2013-05 beinhaltet die wichtigen Regularien für die Installation von Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen. Bezogen auf Crash-Sensor und Schlauchbruchsicherung heißt das dann im Wortlaut so:
„Wenn vorgesehen ist, dass ein Heizsystem oder ein anderes Gerät während der Fahrt genutzt werden soll, muss eine Einrichtung vorhanden sein, die den unkontrollierten Austritt von Flüssiggas auf Grund eines unfallbedingten Abrisses (gemäß der Europäischen Richtlinie 2006/119/EG) verhindert.“
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.