Generell kann der Halter eines Caravan oder Wohnmobils während der Fahrt heizen beziehungsweise Gasgeräte betreiben. Zwei Sicherheitseinrichtungen sind dafür allerdings die Grundvoraussetzung. In diesem Beitrag zeigt GOK alle Voraussetzungen und nennt passende Produkte aus der Caramatic-Serie.
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Sie wollen die Gasanlage Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens auch während der Fahrt nutzen? Besonders wenn die Temperaturen sinken, ist es sehr komfortabel, die Gasheizung auf der Reise anzuwerfen, um am Zielort einen vorgeheizten Wohnraum zu haben. Erlaubt ist der Betrieb während der Fahrt, aber nur wenn gewisse technische Voraussetzungen erfüllt sind, Stichworte: Crash-Sensor und Schlauchbruchsicherung!
Camping an sich funktioniert sicherlich auch wenn die Gasanlage nicht während der Fahrt aktiv ist, zugegebenermaßen ist es jedoch für viele Camper anders deutlich komfortabler. Speziell Wintercamper dürften es zu schätzen wissen, wenn der Fond des Wohnmobils oder Wohnwagens bei Ankunft auf dem Stellplatz nicht klapperkalt ist.
Während der Fahrt bedenklich?
Natürlich ist nachvollziehbar, dass bei so manchem Camper Skepsis mitschwingt, wenn er hört, dass er die Gasanlage während der Fahrt betreiben kann. Was ist denn bitteschön im Falle eines Unfalls? Da könnte doch theoretisch unverbranntes Flüssiggas austreten. Ist das nicht sehr gefährlich?
Nein, ist es nicht. Zigtausend solcher Anlagen laufen bereits seit Jahren und noch nie ist etwas Dramatisches passiert. Das hat allerdings auch seine Gründe, denn die Gasanlage brauchen in jedem Fall zwei Sicherheitseinrichtungen, wie eingangs bereits erwähnt.
Links die Regelung für Einflaschenanlagen, die Caramatic DriveOne; rechts das Gegenstück für Zweiflaschenanlagen, die Caramatic DriveTwo. Beide beinhalten den Crash-Sensor mit Pendellösung – eine der beiden Grundvoraussetzungen für den Betrieb der Gasanlage während der Fahrt.
Das ist zum einen der sogenannte Crash-Sensor. Er ist Bestandteil der Gasdruck-Regelanlage, zum Beispiel einer GOK Caramatic DriveOne oder Caramatic DriveTwo. Sollte der Camper in einen Verkehrsunfall verwickelt sein, sorgt der Crash-Sensor mit Pendellösung, dass mit Aufprall der Gasdurchfluss stoppt und kein Flüssiggas mehr austritt. Wie der Crash-Sensor genau funktioniert, sehen Sie in diesem animierten Video:
Teil zwei: Schlauchbruchsicherung
Teil zwei der schützenden Sicherheitseinrichtungen ist eine Schlauchbruchsicherung. Wer die Gasanlage auch während der Fahrt betreiben möchte, benötigt eine Hochdruck-Schlauchleitung zum Direktanschluss an die Gasflasche und dieser Gasschlauch muss wiederum eine Schlauchbruchsicherung integriert haben.
Wozu dient diese Sicherheitseinrichtung? Reißt der Gasschlauch ab oder bildet sich ein massives Leck, erkennt das die Schlauchbruchsicherung und sperrt den Gasdurchfluss direkt an der Gasflasche ab. Auch in diesem Fall kann kein unverbranntes Gas austreten.
Dank der Kombination aus Crash-Sensor und Schlauchbruchsicherung lässt sich das Risiko von Verkehrsunfällen zwar nicht ausschließen; aber zumindest lässt sich das Gefahrenpotenzial nach einem Unfall minimieren.
Woher kommt´s? Brüssel!
Die Forderung nach den genannten Sicherheitseinrichtungen ist europaweit einheitlich geregelt. Und zwar in der DIN EN 1949:2013-05 „Festlegungen für die Installation von Flüssiggasanlagen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen“. Darin steht im Wortlaut:
„Wenn vorgesehen ist, dass ein Heizsystem oder ein anderes Gerät während der Fahrt genutzt werden soll, muss eine Einrichtung vorhanden sein, die den unkontrollierten Austritt von Flüssiggas auf Grund eines unfallbedingten Abrisses (gemäß der Europäischen Richtlinie 2006/119/EG) verhindert.“
Das vor allem durch die Gasprüfungen bei Campern besser bekannte Arbeitsblatt G 607 (A) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) weist explizit auf eben jenen Abschnitt 6.1.3 der europäischen Norm hin.
So sieht eine Zweiflaschenanlage zum Betrieb während der Fahrt aus. Direkt an die Gasflaschen sind Hochdruck-Schlauchleitungen mit integrierter Schlauchbruchsicherung angeschlossen. In der Mitte sitzen die beiden Gasfilter und die Gasdruck-Regelanlage samt automatischer Umschaltung GOK Caramatic DriveTwo samt integriertem Crash-Sensor mit Pendellösung.
Fazit
Wer auf den Komfort beispielsweise einer Gasheizung während der Fahrt nicht verzichten möchte, macht das keineswegs auf Einbußen seiner Sicherheit. Dafür sorgen die Sicherheitseinrichtungen Crash-Sensor und Schlauchbruchsicherung. Diese beiden sind allerdings die Grundvoraussetzungen für den Betrieb der Flüssiggasanlage während der Fahrt.
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.