Druckregler und Druckminderer können innerlich und äußerlich vereisen. GOK erläutert die Ursachen für die Vereisung.
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Druckregler und Druckminderer können innerlich und äußerlich vereisen. GOK erläutert die Ursachen für die Vereisung.
Zwei Möglichkeiten führen zur Vereisung von Druckreglern in Flüssiggasanlagen. Überraschenderweise braucht es noch nicht einmal Umgebungstemperaturen unter dem Gefrierpunkt, um den Druckregler zu vereisen.
Sie kennen sicherlich das Phänomen: Die Flüssiggasanlage verweigert immer genau dann den Dienst, wenn Sie es am allerwenigsten gebrauchen können. In manchen Fällen ist dafür die Vereisung des Druckreglers verantwortlich. Was aber genau bedeutet das und welche Ursachen hat die Vereisung?
Wie bereits zu vermuten, legt Eis den Druckregler lahm. Die Umwandlung vom flüssigen in den gasförmigen Zustand eines Mediums (zum Beispiel Flüssiggas) erfordert Energie. Diese wird ausschließlich aus dem Energieangebot der Umgebung und des Mediums gewonnen. Die Folge ist, dass sich Gasbehälter und die angeschlossenen Armaturen – durch die sogenannte Expansionskälte – abkühlen.
Man sollte meinen, dass lediglich strenge Minustemperaturen besonders gefährlich sind. Das sind sie allerdings nur bedingt, denn bei Graden unter Null gefriert im Behälter entstandenes Kondenswasser und hat keine Auswirkung auf die Anlage.
Gefährlich wird es bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt – meist in Verbindung mit einer großen Entnahmeleistung. Kondenswasser wird im Gasstrom mitgerissen und gelangt in den Druckregler. Durch die entstandene Expansionskälte des Gases ist der Druckregler kälter als die Umgebung. Feuchtigkeit lagert sich ab, gefriert und behindert die Mechanik, lässt Sicherheitseinrichtungen ansprechen oder setzt die Düse zu. Folge: Die Leistung verringert sich oder die Anlage geht auf Störung.
Das kann bei sowohl bei Flüssiggastanks als auch -flaschen passieren.
Um der Vereisung vorzubeugen, können Sie eine Reglerheizung einbauen. Geeignet ist die Reglerheizung für Behälterregler-Kombinationen und Vorstufenregler. Da beide Armaturen immer direkt auf dem Flüssiggastank installiert sind, hat die Heizung eine ATEX-Zulassung für die Zone 1 und 2.
Die Zulassung finden Sie in der Montage- und Bedienungsanleitung auf unserer Website.
Gewisse Druckregler (zum Beispiel Typ EN61) oder Regleranlagen können Sie mit einem Eis-Ex ausrüsten. Das Eis-Ex hat die gleiche Funktion wie auch die Reglerheizung: den Druckregler erwärmen.
Neben der oben beschriebenen inneren Vereisung eines Druckreglers gibt es die Vereisung von außen. Das kann beispielsweise passieren, wenn sich
a) Feuchtigkeit aus der Luft zunächst als Schwitzwasser und bei sinkenden Temperaturen als Reif auf der Armatur niederschlägt.
b) Wasser im Druckregler sammelt (zum Beispiel bei erdgedeckten Flüssiggastanks) und gefriert.
Wir empfehlen, den Druckregler geneigt zu den Atmungsöffnungen einzubauen. So kann entstandenes Kondenswasser sicher aus dem Druckregler abgeleitet werden. Sollte der Druckminderer dennoch vereisen, hilft auch hier die Reglerheizung.
Prinzipiell muss ein Flüssiggastank so eingelagert werden, dass sich kein Wasser im Domschacht ansammelt. Sollte es doch dazu kommen, empfehlen wir den Einsatz eines Ent- und Belüftungs-Sets für Behälterregler. Damit verhindern Sie, dass das Wasser in den Druckregler gelangt.
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.