Sie haben einen neuen Gasgrill gekauft oder wollen das alte Setup erneuern – doch welche Teile braucht es eigentlich, um ihn sicher mit einer Gasflasche zu betreiben? Und worauf müssen Sie dabei achten?
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Sie haben einen neuen Gasgrill gekauft oder wollen das alte Setup erneuern – doch welche Teile braucht es eigentlich, um ihn sicher mit einer Gasflasche zu betreiben? Und worauf müssen Sie dabei achten?
Sie haben einen neuen Gasgrill gekauft oder wollen das alte Setup erneuern – doch welche Teile braucht es eigentlich, um ihn sicher mit einer Gasflasche zu betreiben? Und worauf müssen Sie dabei achten?
Der Weg von der Gasflasche zum Grillrost führt über mehrere technische Komponenten – und für viele Privatpersonen ist das zunächst Neuland. Druckminderer, Gasschlauch, Schlauchbruchsicherung – diese Bauteile sind teils gesetzlich vorgeschrieben und sorgen dafür, dass die Versorgung des Verbrauchsgeräts nicht nur funktioniert, sondern auch sicher ist. Doch welches Teil gehört wohin? Welche Varianten gibt es? Und was unterscheidet einen einfachen Regler von einer Sicherheitsarmatur?
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihren Gasgrill normgerecht anschließen, welche Komponenten Sie benötigen und was Sie über Austauschfristen und Prüfzeichen wissen sollten. Die Beispiele beziehen sich auf bewährte Lösungen von GOK – lassen sich aber grundsätzlich auf alle Gasgrill-Setups übertragen.
Zwischen Gasflasche und Grill müssen mehrere Komponenten sicher und korrekt miteinander verbunden sein. Nur so ist gewährleistet, dass der Betrieb des Gasgrills nicht nur zuverlässig, sondern auch gesetzeskonform und ungefährlich erfolgt. Diese Bauteile sind dabei unerlässlich:
Optional:
Wichtig ist grundsätzlich, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und über gültige Prüfzeichen (z. B. CE, DVGW) verfügen. Ab Werk kommen Gasgrills von den Herstellern in aller Regel mit einem Standard-Setup: Druckregler ohne Sicherheitseinrichtungen und Kunststoff-Gasschlauch.
Viele erfahrene Griller stellen aber bereits kurz nach dem Kauf oder während des Betriebs auf höherwertigere Komponenten mit Sicherheitsfeatures um.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns den Druckminderer genauer an: Welche Varianten gibt es – und worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
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Der Druckminderer – auch als Druckregler bekannt – ist das zentrale Bauteil zwischen Gasflasche und Grill. Er reduziert den hohen Flaschendruck (in der Regel um die 7 bar) auf den für Gasgrills üblichen Betriebsdruck von 50 mbar. In Deutschland ist dieser Wert der Standard für nahezu alle handelsüblichen Grillgeräte im Privatgebrauch.
Ausnahme ist der Gasgrill, der an die Flüssiggasanlage eines Freizeitfahrzeugs angeschlossen wird. In dem Fall hat der Camper die Wahlmöglichkeit zwischen 30 oder 50 mbar – je nachdem auf welchen Betriebsdruck seine Anlage ausgelegt ist.
In anderen Ländern sind auch andere Gas-Drücke üblich, zumeist liegt der Betriebsdruck dann aber bei 29 bis 37 mbar.
Einfache vs. Sicherheits-Druckminderer
Auf dem Markt gibt es zwei Hauptvarianten:
Ein- oder zweistufige Ausführung?
Wie schon erwähnt, genügt rein rechtlich ein einstufiger Druckregler beim Einsatz am Gasgrill. Aus beschriebenen Gründen macht es Sinn höherwertigere Komponenten einzusetzen – auch je nach eigenem Sicherheitsempfinden.
Wichtig ist: Der Regler muss zur Flaschenart, zum Anschlussgewinde und Anschlussform passen (z. B. Kleinflasche 5 oder 11 kg mit W21,8×1/14 LH, häufig abgekürzt mit KLF oder G.12– Anschluss).
Der Gasschlauch ist die Verbindung zwischen dem Druckminderer und dem Gasgrill – und damit ein zentrales Element für einen sicheren Betrieb. Trotzdem wird er oft vernachlässigt. Dabei kann er durch Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und mechanische Belastung besonders anfällig für Verschleiß sein.
Die richtige Auswahl
Achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale:
Wie bereits im ersten Abschnitt beschrieben, ist für Privatpersonen eine SBS bei Schläuchen am Gasgrill ab 150 cm gesetzlich vorgeschrieben. Sie verhindert den unkontrollierten Gasaustritt, wenn der Schlauch massiv beschädigt wird oder abreißt. Auch bei kürzeren Schläuchen ist sie eine sinnvolle Ergänzung – insbesondere bei intensiver Nutzung bzw. wenn der Gasschlauch schwer zugänglich oder besonders exponiert ist.
Gasschläuche sind Verschleißteile und müssen:
GOK bietet bei den Schlauchleitungen einen besonderen Zusatzservice in Form eines gelben Anhängers an. Darauf ist abgedruckt, wann der Schlauch – in Abhängigkeit vom Einsatzgebiet – spätestens getauscht werden muss.
In der Praxis kommt es vor, dass neben dem Gasgrill weitere Geräte wie Pizzaofen, Terrassenstrahler oder sogar ein zweiter Grill angeschlossen werden sollen. Für solche Anwendungsfälle gelten besondere sicherheitstechnische Anforderungen.
Sollen mehrere Geräte parallel betrieben werden, benötigen Sie eine entsprechende Verteilerlösung. Diese besteht in der Regel aus einem Abzweigventil, das hinter dem Druckminderer montiert wird.
Sicherheitsanforderungen beachten
Bei der Parallelnutzung mehrerer Geräte sollten die nachfolgenden Punkte erfüllt sein:
So erkennen Sie Verschleiß und tauschen Komponenten rechtzeitig aus
Flüssiggasanlagen im Freizeitbereich unterliegen einem natürlichen Verschleiß – insbesondere, wenn sie regelmäßig im Freien genutzt werden. Witterung, UV-Strahlung, mechanische Belastung und manchmal gar Tierbisse hinterlassen Spuren an Schläuchen, Reglern und Verbindungen.
Führen Sie regelmäßig eine Sichtprüfung aller Bauteile durch:
Für Gasschläuche und Regler gelten folgende Vorgaben nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 612:
Zwar dürfen Privatpersonen einfache Anschlüsse selbst durchführen, bei Unsicherheiten oder sichtbaren Schäden empfiehlt sich jedoch der Gang zur Fachkraft bzw. zum Fachbetrieb. Auch eine vereinfachte Dichtheitsprüfung mit Lecksuchspray oder Seifenwasser kann Aufschluss geben, ob alles in Ordnung ist oder wo die potenzielle Undichtheit zu verorten ist.
Wichtige Info für alle Gasgriller: Gemäß den technischen Regularien des DVGW-Arbeitsblatts G 612 ist jede Flüssiggas-Freizeitanlage zu prüfen und die Geräte sind nach der/den Betriebsanleitungen instand zu halten. Dafür ist der Betreiber selbst verantwortlich!
Der Anschluss eines Gasgrills an eine Flüssiggasflasche ist grundsätzlich keine Wissenschaft – dennoch gibt es einiges zu beachten, um sicher und gesetzeskonform zu grillen. Wer ausschließlich auf zugelassene und geprüfte Komponenten setzt, regelmäßig prüft und bei Bedarf austauscht, legt den Grundstein für einen sicheren Betrieb.
Druckminderer, Gasschlauch, Verbindungen, Ventile und Schlauchbruchsicherungen bilden ein Zusammenspiel, bei dem jedes Teil eine sicherheitsrelevante Funktion übernimmt. Auch wenn viele Grillgeräte ab Werk mit einem Basis-Setup ausgestattet sind, lohnt sich häufig ein Upgrade auf höherwertige Ausführungen – nicht zuletzt der eigenen Sicherheit und Langlebigkeit wegen.
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.