Kein Gasgrill funktioniert ordnungsgemäß ohne Druckminderer. Die Gasheizung in Wohnmobil oder Wohnwagen ist ohne Druckminderer wirkungslos; ebenso beim Bräter, Brenner, Strahler oder Heizgerät und die Liste ließe sich beinahe beliebig erweitern. Ohne einen Gasdruckminderer, auch Druckregler genannt, an der Gasflasche, funktioniert kaum ein Gasgerät.
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Kein Gasgrill funktioniert ordnungsgemäß ohne Druckminderer. Die Gasheizung in Wohnmobil oder Wohnwagen ist ohne Druckminderer wirkungslos; ebenso beim Bräter, Brenner, Strahler oder Heizgerät und die Liste ließe sich beinahe beliebig erweitern. Ohne einen Gasdruckminderer, auch Druckregler genannt, an der Gasflasche, funktioniert kaum ein Gasgerät.
Klar ist, dass zumeist die Gasflasche und insbesondere das Verbrauchsgerät bei Flüssiggasanlagen im Fokus des Betreibers stehen. Wie viele Brenner muss ich anmachen, um am Gasgrill konstant 200 Grad zu haben? Wie lange braucht die Gasheizung, um Wohnwagen oder Wohnmobil aufzuheizen? Kann ich meine Terrasse mit einem Infrarotstrahler bei kühleren Temperaturen beheizen?
Herzstück der Anlage
Nahezu alle Anwendungen eint: Ist kein Druckminderer an der Gasflasche, funktioniert die Anlage nicht beziehungsweise darf sie überhaupt nicht betrieben werden. Auch wenn also der Druckminderer in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so präsent ist wie Gasflasche oder Gasgerät, er ist das eigentliche Herzstück jeder Flüssiggasanlage. Und das sagen wir nicht nur, weil wir Hersteller solcher Druckminderer sind!
Öffnet man das Ventil der Gasflasche, tritt Propan, Butan beziehungsweise deren Gemisch gasförmig aus – und zwar komplett unkontrolliert. Bei einer Umgebungstemperatur von knapp 20 Grad Celsius liegen in etwa 7 bar Druck an der Gasflasche an. Mit diesem Druck „schießt“ das Flüssiggas aus dem Ventil und könnte theoretisch so auf die Endgeräte wie Gasgrill, Gasheizung oder Heizstrahler treffen.
Für den direkten Einsatz an der Gasflasche gibt es eine hohe Zahl an verschiedenen Druckminderern. Welcher Druckminderer der passende ist, hängt von einigen Faktoren ab, wie zum Beispiel: Einsatzzweck, Ausgangsdruck, Flaschengröße, benötigte Leistung etc.
Ein Problem, obwohl die Hersteller theoretisch die Geräte für solche Druckstufen auslegen könnten. Gravierender ist jedoch, dass die Geräte überhaupt nicht mögen, wenn sich der Eingangsdruck ständig ändert oder ändern kann. Steigt beispielsweise die Außentemperatur aufgrund von Sonneneinstrahlung, steigt auch der Flaschendruck. Als Faustregel für gute Endergebnisse gilt: Je konstanter der Eingangsdruck, desto besser funktioniert das Gasgerät.
Und an dieser Stelle tritt der Druckminderer auf den Plan. Zunächst einmal regelt die Armatur den Flaschendruck auf ein gebräuchliches Maß herunter – hierzulande zumeist 30 oder 50 mbar. Außerdem hält der Druckminderer den Wert konstant beim angegebenen Ausgangsdruck, unter Berücksichtigung eines kleinen Toleranzbereichs.
Was ungeregelter Druck bedeutet
Wieso diese Funktionen wichtig sind, erklären wir an den fiktiven Beispielen Gasgrill und Gasheizung:
a) Gasgrill
Würde der Druck beim Gasgrill zu sehr schwanken, hätte das unangenehme Folgen für das Grillgut. Der Gasdruck hat unmittelbaren Einfluss auf die Durchflussmenge an Gas. Sprich: Höherer Druck bedeutet auch höhere Leistung. Obwohl die grundsätzlichen Einstellungen am Gasgrill gleich geblieben sind, können zum Zeitpunkt x im Grill 110 Grad sein und nur Minuten später 150 Grad.
Speziell bei sogenannten „Low & Slow“-Gerichten wäre das besonders unangenehm, da es dort häufig auf ganz enge Temperaturbereiche ankommt. Temperaturausreißer von 40 Grad wären der Todesstoß für so manches Brisket oder Pulled Pork.
Ohne Druckminderer tendieren die Chancen auf ein gelungenes Pulled Pork gen Null!
b) Gasheizung
Auch die Gasheizung ist darauf angewiesen, dass Gas in konstanter Menge ankommt. Angenommen der Camper hat im Wohnmobil oder Wohnwagen die Heizung so eingestellt, dass es im Innenraum wohlige 22 Grad Celsius hat. Sinkt nun der Flaschendruck, weil zum Beispiel die Außentemperaturen massiv fallen, bringt es die Gasheizung nicht mehr auf 22 Grad, sondern vielleicht nur noch auf 19 Grad.
Camper hätten keinerlei Verlässlichkeit, sondern müssten immer wieder die Gasheizung aufs Neue regulieren und den tagesaktuellen Bedingungen anpassen.
Druckminderer bringt Sicherheit
Genau deswegen ist es so wichtig, dass ein Gasdruckminderer für Verlässlichkeit und Konstanz in Flüssiggasanlagen sorgt. Wir finden deshalb auch, dass die Bezeichnung des Druckminderers als Herzstück der Flüssiggasanlage keinesfalls überzogen ist.
Neben den genannten Funktionen üben manche Druckminderer zudem eine Sicherheitsfunktion aus. In einer Vielzahl der Regler sind unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen integriert, um im – glücklicherweise – seltenen „Fall der Fälle“ Mensch und Umwelt zu schützen.
Wer beispielsweise die Flüssiggasanlage auch während der Fahrt mit Wohnmobil oder Wohnwagen betreibt, findet einen sogenannten Crash-Sensor mit Pendel von GOK in der Gasdruckregelanlage.
Der von GOK entwickelte Crash-Sensor mit Pendel ist integraler Bestandteil der Gasdruckregelanlage Caramatic DriveOne oder Caramatic DriveTwo. Er schützt Camper bei einem Unfall mit dem Freizeitfahrzeug.
Wichtig bei Grill und Gasherd
Viele Grillexperten verwenden den speziellen Druckminderer Grillregler PRO von GOK mit integrierter Überdrucksicherheitseinrichtung S2SR. Sie schützt im Falle eines gefährlich hohen Überdruck sowohl den Grill vor Schäden als natürlich auch die Anwender.
Wer einen Gasherd oder ein Gaskochfeld im Gebäude verwenden möchte, egal ob privat oder gewerblich in zum Beispiel der Gastro, braucht einen Druckregler mit zwei Sicherheitselementen. Zum einen muss eine Überdrucksicherheitseinrichtung S2SR integriert sein; zum anderen eine Thermische Absperreinrichtung (TAE).
Zusammenfassung
Ohne Druckminderer geht es also nicht – zumindest in den allermeisten Anwendungen mit Flüssiggasflasche(n) – und ohne Druckminderer würde eine Vielzahl an Gasgeräten schlichtweg kaputt gehen. Die Armatur sorgt dafür, dass der unkontrollierte Druck aus der Gasflasche dem Verbrauchsgerät konstant und in gebräuchlichem Maß zur Verfügung gestellt wird. Kein Gasgrill, Gasherd oder Gasheizung funktioniert ohne Gasregelung ordnungsgemäß, weshalb sich mit Fug und Recht behaupten lässt, dass der Druckminderer das Herzstück vieler Flüssiggasanlage ist – auch wenn er oftmals gar nicht wirklich sichtbar ist.
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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Häufige Fragen zur Funktion eines Druckreglers
Ohne Druckminderer tritt Flüssiggas mit hohem und schwankendem Ausgangsdruck aus der Flasche aus (rund 7 bar bei 20 °C). Der Druckminderer senkt diesen konstant auf das erforderliche Niveau (z. B. 30 mbar) – so funktionieren Gasgeräte zuverlässig und sicher.
Gasgeräte wie Grills oder Heizungen würden mit unkontrolliert hohem Druck versorgt, was zu starken Temperaturschwankungen oder Fehlfunktionen führt – es besteht zudem ein Sicherheitsrisiko.
Er hält den Ausgangsdruck konstant, unabhängig von Schwankungen im Flaschendruck (z. B. durch Temperaturänderungen). Das ermöglicht stabile Temperaturen beim Grillen oder Heizen.
In Deutschland liegen gängige Betriebsdrücke bei 30 mbar (z. B. in Wohnmobilen), seltener 50 mbar – die Auswahl hängt von Gerät und Norm ab.
Wichtige Kriterien sind Einsatzzweck, benötigter Ausgangsdruck, Flaschengröße und Gasdurchfluss (Leistung). Die Auswahl erfolgt nach Typ, Leistung (kg/h) und dem passenden Nenndruck.
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Wo finde ich Bedienungsanleitungen zu GOK-Produkten?
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.