Zum wiederholten Mal das Gleiche: Die Gasflasche ist leer und zwar genau dann, wenn man unbedingt einen Raum mit dem Heizstrahler auf Temperatur bringen oder den Gasgrill für die Partygäste anfeuern will. Grundsätzlich hilft es, eine Ersatzflasche in der Nähe zu haben. Wer aber Gewissheit über den Füllstand seiner Flasche in Benutzung haben will, dem zeigen wir in diesem Artikel zwei Wege: einmal herkömmlich analog und einmal – besonders komfortabel – digital mithilfe einer App und Verbrauchsprognose.
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Plötzlich: Gasflasche leer! Wohl dem, der eine Ersatzflasche bei sich hat. Erfahrungsgemäß erwischt einen die leere Flasche aber immer auf dem falschen Fuß und zum ungünstigsten Zeitpunkt. Was also tun? Kurzfristig: Irgendwie eine andere Flasche beschaffen. Mittelfristig: Öfter mal den Füllstand der Gasflasche messen. Wir zeigen zwei Möglichkeiten: analog und digital.
Möglichkeit eins ist ziemlich simpel, dadurch aber schnell und mit einfachsten Mitteln auszuführen. Um den Füllstand der Gasflasche zu ermitteln, braucht es nämlich eigentlich nur eine herkömmliche Kofferwaage.
Füllstand analog messen und berechnen
Der Tragegriff oder Kragen der Gasflasche eignet sich bestens, um die Kofferwaage einzuhängen. Die Waage gibt nun das Gesamtgewicht an. Wenn Sie von dieser Gewichtsangabe das Taragewicht der Gasflasche abziehen, erhalten Sie das tatsächliche Füllgewicht.
Eine Beispielrechnung finden Sie hier in dieser Infografik. Wir nehmen an, dass die Kofferwaage ein Gesamtgewicht von 10,1 Kilogramm bei einer Gasflasche mit einem Füllgewicht von 5 Kilogramm anzeigt:
Nachteil der analogen Methode
Einen Nachteil hat diese Messmethode allerdings, denn man erhält lediglich einen Wert in Kilogramm; auf den Gasgeräten wie Gasgrill, Gaskochfeld oder Heizpilz ist die Leistung in den meisten Fällen allerdings in Kilowatt angegeben. Dann gibt es natürlich die Möglichkeit von Kilogramm in Kilowatt umzurechnen und in etwa zu schätzen, wie lange das Gas noch ausreicht.
Mit einer Kofferwaage lässt sich das Gewicht der Gasflasche einfach messen und leicht ausrechnen. Dieses Messprinzip bietet allerdings auch einen großen Nachteil.
Digital: Senso4s
Deutlich genauer und komfortabler geht´s mit dem System Senso4s (Bild). Das ist eine Kombination aus einem Füllstandsmesser und einer App. Der Senso4s misst das Gesamtgewicht der Flasche. Vor der Inbetriebnahme muss der Nutzer das Füll- und Taragewicht der Gasflasche in der App angeben.
Anhand dessen gibt der Senso4s dann den Füllstand der Gasflasche in Volumenprozent auf dem mobilen Endgerät, wie Smartphone oder Tablet-PC, aus. Der Clou dabei: Ein Algorithmus berechnet bereits ab der zweiten Messung, wie lange das in der Flasche befindliche Gas noch ausreicht und gibt eine Vorhersage ab.
Je häufiger der Senso4s in der Folge misst, desto genauer wird auch die Vorhersage, wann das Gas zuneige geht, denn das System kann auf mehr Daten zugreifen. Und der Senso4s führt alle 15 Minuten eine neue Messung aus und schickt die Daten an die App des verbundenen Nutzers.
Ist kein Nutzer via Bluetooth mit dem Senso4s verbunden, misst das Gerät dennoch alle 15 Minuten den Füllstand und sendet die Daten bei nächster Bluetooth-Verbindung an den Nutzer.
Zulässiges Gesamtgewicht und Maximaldurchmesser
Das zulässige Gesamtgewicht, also Füllgewicht plus Taragewicht, darf allerdings 45 Kilogramm nicht überschreiten. Aus diesem Grund kann der Senso4s nicht den Füllstand einer 33 Kilogramm-Gasflasche messen.
Der Senso4s wird am Boden der Gasflasche angebracht. Obwohl der Füllstandmesser flexibel ausziehbar ist, so hat er dennoch einen Minimal- und Maximaldurchmesser. Das heißt, dass der Durchmesser der Gasflasche 18 Zentimeter nicht unter- und 32 Zentimeter nicht überschreiten darf. Alles innerhalb dieses Durchmessers passt auf den Senso4s.
Flexibel, digital, leicht zu bedienen und mit Zusatznutzen: Der Senso4s hilft bei der Überwachung der Gasflasche.
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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