Die Flüssiggasflasche richtig anschließen – was für erfahrene Camper mittlerweile ein Klacks ist, kann für Neu-Camper anfangs zur Herausforderung werden. Wo kommt der Druckminderer hin und wo der Gasschlauch? Welchen Anlagenaufbauten existieren? Wie fest muss ich die Verbindungen anziehen und brauche ich Werkzeug? Wir klären die Fragen.
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Die Flüssiggasflasche richtig anschließen – was für erfahrene Camper mittlerweile ein Klacks ist, kann für Neu-Camper anfangs zur Herausforderung werden. Wo kommt der Druckminderer hin und wo der Gasschlauch? Welchen Anlagenaufbauten existieren? Wie fest muss ich die Verbindungen anziehen und brauche ich Werkzeug? Wir klären die Fragen.
Druckminderer direkt an die Flasche
Es ist vermutlich der am häufigsten verwendete Anlagenaufbau: Druckregler direkt aufs Gasflaschenventil, Gasschlauch an den Abgang vom Gasregler und eine Verbindung von Gasschlauch an die feste Rohrleitung von Wohnmobil oder Wohnwagen.
Der Druckminderer ist direkt an der Gasflasche im Flaschenkasten des Wohnmobils beziehungsweise Wohnwagens angeschlossen.
Zwei Tipps vor der Montage:
Achten Sie bitte auf die Unversehrtheit der verwendeten Komponenten wie Druckminderer, Gasschlauch und Dichtung am Flaschenventil. Sollte der Schlauch beispielsweise porös sein oder eine offensichtlich schadhafte Stelle haben, schließen Sie ihn nicht an. Gleiches gilt für den Druckminderer. Sollte zum Beispiel der Ein- oder Ausgangsanschluss aufgrund eines Sturzes total verdrückt und beschädigt sein, sehen Sie unbedingt von der Montage ab.
Schauen Sie sich das Herstelldatum der Komponenten an. Sowohl auf dem Schlauch als auch dem Druckregler ist angegeben, wann diese jeweils hergestellt wurden. Sind sie älter als zehn Jahre, bitte nicht mehr anschließen. Warum, lesen Sie etwas weiter unten.
Um die Flüssiggasanlage inklusive Gasflasche korrekt und sicher anzuschließen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
Nehmen Sie die Schutzkappe von der Gasflasche und lösen die Verschlussmutter vom Gasflaschenventil.
Kontrollieren Sie die Anschlussverschraubung und die Dichtung des Gasflaschenventils.
Verbinden Sie nun den passenden Anschluss des Gasschlauchs mit dem Ausgangsanschluss des Druckminderers . Ziehen Sie die Verbindung handfest an und etwas mit dem Schraubenschlüssel nach.
Schrauben Sie den Druckminderer auf das Gewinde des Gasflaschenventils. Achtung, Linksgewinde! Um den Druckminderer mit der Gasflasche zu verbinden, müssen Sie die Mutter gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Ziehen Sie die Überwurfmutter des Druckminderers handfest an und etwas mit dem MiniTool nach und verbinden Sie dann den Ausgangsanschluss des Gasschlauchs mit Rohrleitung von Wohnmobil oder Wohnwagen.
Bei allen Verbindungen einer Gasanlage kann bzw. sollte ein Tropfen Öl aufs Gewinde aufgetragen werden.
Unabdingbar für die Sicherheit der Anlage ist eine abschließende Dichtheitsprüfung. Wie Sie die Flüssiggasanlage im Wohnmobil oder Wohnwagen auf Dichtheit prüfen, sehen Sie hier exemplarisch:
Druckminderer an der Wand montiert
Ist der Druckminderer beziehungsweise die Gasregelanlage oder Umschaltanlage nicht direkt an der Gasflasche, sondern an der Bordwand montiert, ergibt sich ein grundsätzlich anderer Aufbau.
Der Druckminderer ist an der Wand montiert und mit einer Hochdruck-Schlauchleitung mit der Gasflasche im Flaschenkasten des Wohnmobils beziehungsweise Wohnwagens verbunden. Hier ist eine Einflaschenanlage abgebildet.
Camper benötigen dann für eine Einflaschenanlage:
eine Hochdruckschlauchleitung mit passendem Anschluss
optional einen Gasfilter und
einen Druckregler für die Wandmontage.
Für eine Zweiflaschenanlage bedarf es:
zweier Hochdruckschlauchleitungen mit passendem Anschluss und optional zweier Gasfilter,
einer Gasregelanlage (inklusive Druckminderer und automatischem Umschaltventil) oder
einer Umschaltanlage plus separatem Druckminderer.
Kurze Zwischeninfo: Wer die Flüssiggasanlage auch während der Fahrt betreiben will oder die Gasflasche einfach dauerhaft offen lassen möchte, braucht zwingend zwei Sicherheitseinrichtungen.
Achten Sie bitte auf die Unversehrtheit der verwendeten Komponenten wie Druckminderer, Gasschlauch und Gasflaschenventil.
Sollte der Schlauch beispielsweise porös sein oder eine offensichtlich schadhafte Stelle haben, schließen Sie ihn nicht an. Gleiches gilt für den Druckminderer. Sollte zum Beispiel der Ein- oder Ausgangsanschluss aufgrund eines Sturzes total verbogen und beschädigt sein, sehen Sie unbedingt von der Montage ab.
Schauen Sie sich das Herstelldatum der Komponenten an. Sowohl auf dem Schlauch als auch dem Druckregler ist angegeben, wann diese jeweils hergestellt wurden. Sind sie älter als zehn Jahre, bitte nicht mehr anschließen. Warum, lesen Sie etwas weiter unten.
Um die Flüssiggasanlage inklusive Gasflasche korrekt und sicher anzuschließen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
Nehmen Sie die Schutzkappe von der Gasflasche und lösen die Verschlussmutter vom Gasflaschenventil.
Kontrollieren Sie die Anschlussverschraubung und die Dichtung des Gasflaschenventils.
Wer optional Gasfilter einsetzt, verbindet diese bitte zunächst mit der an der Wand befindlichen Gasdruckregelanlage. Mutter einfach handfest anziehen und mit dem Schraubenschlüssel leicht nachziehen.
Verbinden Sie nun den passenden Anschluss der Hochdruck-Schlauchleitung mit der an der Wand montierten Gasdruckregelanlage beziehungsweise dem an der Wand montierten Druckminderer (optional dem Gasfilter). Ziehen Sie die Überwurfmutter handfest an und mit dem Schraubenschlüssel etwas nach.
Schrauben Sie die Hochdruck-Schlauchleitung mit dem passenden Anschluss auf das Gasflaschenventil. Achtung, Linksgewinde! Um den Gasschlauch mit der Gasflasche zu verbinden, müssen Sie die Mutter gegen den Uhrzeigersinn drehen. Ziehen Sie die Überwurfmutter des Gasschlauchs am Gasflaschenventil handfest an und mit dem MiniTool etwas nach.
Wer eine Zweiflaschenanlage hat, muss die Schritte 1 bis 5 für die zweite Seite wiederholen (Schritt 3 optional).
Bei allen Verbindungen einer Gasanlage kann bzw. sollte ein Tropfen Öl aufs Gewinde aufgetragen werden.
Unabdingbar für die Sicherheit der Anlage ist eine abschließende Dichtheitsprüfung. Wie Sie die Flüssiggasanlage im Wohnmobil oder Wohnwagen auf Dichtheit prüfen, sehen Sie hier exemplarisch:
Welches Werkzeug?
Wer lediglich die Gasflasche tauscht oder anschließen möchte, der braucht an sich lediglich das MiniTool oder ein geeignetes Werkzeug (Schraubhilfe), um die Überwurfmutter mit dem Gasflaschenventil zu verbinden (auf keinen Fall eine Rohrzange!).
Müssen Sie noch weitere Anlagenkomponenten miteinander verbinden, reicht in der Regel der obligatorische Satz an Schraubenschlüsseln vollkommen aus.
Warum das Herstelldatum der Komponenten wichtig ist…
Die technische Regel „Arbeitsblatt DVGW G 607 (A)“ gibt vor, dass Anlagenteile, die Verschleiß unterliegen, spätestens zehn Jahre ab Herstelldatum getauscht werden müssen. Dazu zählen Druckregelgeräte, automatische Umschalteinrichtungen und Schlauchleitung.
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.