Gibt es Unterschiede in der Gasprüfung von Mobilheimen oder von Caravans und Wohnmobilen?

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Egal ob Sie eine Flüssiggasanlage im Mobilheim oder Freizeitfahrzeug haben, Sie müssen sie so oder so prüfen lassen.

Mobilheim

Mobilheime zählen in Deutschland nicht zu den Fahrzeugen und fallen in den Anwendungsbereich der Bauordnung. Es existieren zwei Optionen, welches Regelwerk bei der Installation – und dementsprechend bei der Prüfung – anzuwenden ist:

  • Option 1

Die Flüssiggasanlage wird gemäß den Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) erstellt, dann muss auch danach geprüft werden.

  • Option 2

Die DIN EN 1949 liegt der Installation zugrunde. Die Prüfung erfolgt dann gemäß dem Arbeitsblatt G 607 (A) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Wenn Sie das Mobilheim zu gewerblichen Zwecken nutzen, müssen Sie zusätzlich die Vorgaben der Vorschrift 79 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) – ehemals BGV D34 – beachten, egal ob Sie nach TRF oder DIN EN 1949 installieren.

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Häufig in Mobilheimen verwendet: Druckregler Typ EN61-DS.

Freizeitfahrzeug

Für Flüssiggasanlagen in Caravans und Reisemobilen gilt das DVGW-Arbeitsblatt G 607 (A) beziehungsweise die DIN EN 1949. Wie bei den Mobilheimen auch, müssen Sie zusätzlich die Vorgaben der DGUV V 79 erfüllen, wenn Sie Ihr Freizeitfahrzeug auch oder ausschließlich für gewerbliche Zwecke nutzen.

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Das DVGW-Arbeitsblatt G 607 gilt sowohl für Caravans als auch für Reisemobile.

Eine Übersicht, welche Vorschriften und technischen Regeln für welche Anwendung gelten, finden Sie auf unserer Website. Die geltenden Austauschfristen für Druckregler in Kleinflaschenanlagen haben wir ebenfalls in diesem Dokument aufgelistet.