Jeder Druckregler von GOK für Flüssiggas (LPG) hat ein Typschild, auf dem Informationen wie Artikelnummer, Baujahr und Ausgangsdruck abgedruckt sind. In diesem Beitrag erklären wir, wo sie welche Infos finden.
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Mitte 2016 hat GOK begonnen, Typschilder einiger Druckregler/Druckminderer immer in drei Bereiche aufzuteilen und innerhalb derer klar zu strukturieren. Auf den Plaketten finden Sie unter anderem Artikelnummer, Ein- und Ausgangsdruck, Baujahr sowie Anschlüsse des Druckreglers.
Während die Farbe des Typschilds variieren kann, ist die grundsätzliche Aufteilung, was wo auf der kreisrunden Identifikationsplakette zu stehen hat, immer dieselbe. Das Typschild selbst finden Sie auf der Oberseite des Druckreglers.
Hier der Druckregler mit neuem Typschild aus dem folgenden Beispiel. Die neue Aufteilung ist strukturierter und besser lesbar.
Um Ihnen alle Details auf dem Typschild zu erläutern, haben wir ein konkretes Beispiel ausgewählt. Unten stehende Plakette ist dem sehr gängigen Druckregler für Innenanlagen im Privaten oder Gewerbe entnommen. Ab 2025 sind alle Typschilder dieses Formats von GOK-Druckreglern auf das neue Erscheinungsbild umgestellt worden.
Bereich 1
Art-Nr.:0515000— Direkt unter dem Firmenlogo finden Sie die Artikelnummer des Druckreglers. Dies kann zum Beispiel wichtig sein, wenn Sie den Druckregler bei uns oder bei Ihrem Fachhändler nachbestellen möchten.
Typ EN61-DS für LPG— Es handelt sich hierbei um die Typbezeichnung des Druckreglers und für welches Medium (hier: LPG, also Propan, Butan und deren Gemische) er ausgelegt ist. Für Bestellungen bei GOK ist die Artikelnummer weitaus wichtiger, da sie den Druckregler exakt spezifiziert. Die Typbezeichnung hingegen ist lediglich eine Art Oberbegriff für eine Gruppe von ähnlichen Druckreglern.
EN16129/DIN4811-F1-t — Diese Bezeichnung nennt die beiden Normen (EN 16129 und DIN 4811), die Aufbau, Funktion, Kennwerte und Sicherheitseinrichtungen festlegen.
“T” — Das apostrophierte T zeigt dem Anwender, dass der Druckregler thermisch erhöht, belastbar ist, demzufolge auch in Gebäuden eingesetzt werden darf
CE-0085BM0272— Bei dieser Buchstaben- und Ziffernkolonne handelt es sich um die Produktidentnummer der EG-Baumusterprüfbescheinigung.
Bereich 2
p=0,3-16bar— Am Eingang des Druckreglers darf ein Versorgungsdruck von 0,3 bis 16 Bar anstehen.
pd=50mbar— Die Armatur hat einen Ausgangsdruck von 50 Millibar und gibt diesen an die angeschlossene Rohrleitung beziehungsweise das Gasgerät weiter. Der Betriebsdruck des Gasgerätes muss denselben Wert haben.
Mg=1,5kg/h — Die maximale Durchflussmenge beträgt 1,5 Kilogramm Flüssiggas pro Stunde. Das entspricht einem Wert von circa 19 Kilowattstunden.
PS16bar— Die Armatur ist auf Festigkeit und Dichtheit bis zu einem Druck von 16 Bar geprüft.
ΔP5— Dieser Wert gibt an, wie viel Druck in der nachfolgend angeschlossenen Installation (zum Beispiel der Rohrleitung) verloren gehen darf, in diesem Fall: 5 Millibar.
S2SR = 100mbar — „S2SR = 100mbar“ besagt, dass eine Überdrucksicherheitseinrichtung integriert ist. Wenn diese Sicherheitseinrichtung anspricht, begrenzt sie den Ausgangsdruck auf maximal 100 Millibar.
„S2SR“ bedeutet übrigens Safety Two Stage Regulator. Der Druckregler verfügt folglich über zwei sich gegenseitig absichernde Stufen.
G.12/H.4 — Die Ein- (G.) und Ausgangsanschlüsse (H.) von Druckreglern sind in der EN 16129 genormt und müssen auf dem Typschild angegeben werden. Auf unserer Website finden Sie sowohl eine Übersicht der Eingangsanschlüsse als auch der Ausgangsanschlüsse.
Am linken unteren Ende des Bereichs 2 finden Sie Piktogramme. Diese geben an, in welchen Anwendungsbereichen (hier: Haushalt gemäß TRF und Gewerbe gemäß DGUV 110-010) der Anwender die Armatur typischerweise einsetzen kann.
Bereich 3
Chargen-Nr.: xxxxxx — Mit der Chargennummer lässt sich auch noch nach Jahren nachvollziehen, wann die Armatur das Werk verlassen hat und in welchem Produktionslos sie gefertigt wurde.
CE— Das CE-Zeichen gibt dem Anwender die Sicherheit, dass die Armatur allen rechtlichen EU-rechtlichen Anforderungen entspricht.
0036 — Hierbei handelt es sich um die Kennnummer der benannten Stelle, in diesem Fall: der TÜV Süd.
UKCA —Dieses Zeichen gibt dem Anwender im Vereinigten Königreich (außer Nordirland) die Sicherheit, dass alle rechtlichen Anforderungen an das Produkt eingehalten werden.
25 — die letzten beiden Ziffern auf dem Typschild kennzeichnen immer das Baujahr des Druckreglers. Auf den alten Ausführungen des Typschilds ist das Herstelldatum noch ausgeschrieben in Form JJJJ – z.B 2016. Auf noch älteren Ausführungen des Typschilds ist das Herstelldatum mit Monat in dieser Form angegeben: MM.JJ. Die Zahlenkombination 09.16 würde bedeuten, dass der Druckregler im September 2016 gefertigt wurde. Das Baujahr ist besonders relevant hinsichtlich der Austauschfristen von Druckreglern: Wie weiß ich, wann ich die Komponenten meiner Flüssiggasanlage tauschen muss?
Hinter den Beiträgen stehen Fachautoren aus den Bereichen Flüssiggas, Heizöl, flüssige Medien, Tankmanagement und Sicherheitstechnik, die ihr Wissen aus Produktmanagement, Entwicklung, technischer Kundenbetreuung, Schulung und Normungsarbeit einbringen.
Die Mitglieder des Redaktionsteams verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Planung, Anwendung und Weiterentwicklung technischer Lösungen für die sichere Versorgung mit Flüssiggas und flüssigen Brennstoffen. Mehrere Autoren engagieren sich in Fachgremien und Arbeitskreisen des DVGW, DVFG und der figawa sowie in nationalen und europäischen Normungsausschüssen. Zum Team gehören unter anderem Sachkundige nach G 607 und G 608, Befähigte Personen nach TRF sowie Experten, die an der Entwicklung und Bewertung technischer Regelwerke und Branchenstandards mitwirken.
Neben Informationen zu Produkten und Lösungen von GOK vermittelt die Redaktion insbesondere Wissen rund um Sicherheit, Vorschriften, Wartung, Betrieb und zukünftige Technologien im Bereich Flüssiggas und flüssige Medien.
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Wo finde ich Bedienungsanleitungen zu GOK-Produkten?
Dieser Blog will nicht dazu auffordern, dass Privatpersonen oder nicht befähigte Personen selbst in technische Anlagen eingreifen.
Gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) muss sich eine befähigte Person um eine überwachungsbedürftige Anlage kümmern.
Eine befähigte Person ist, wer über speziell erforderliche Fachkenntnisse verfügt. Diese werden erworben durch eine Berufsausbildung, entsprechende Berufserfahrung oder eine zeitnahe berufliche Tätigkeit.