Wie funktioniert der Crash-Sensor von GOK für Wohnmobil und Wohnwagen?

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Den Begriff „Crash-Sensor“ haben viele Camper bereits im Zusammenhang mit dem Betrieb der Gasanlage wahrgenommen. Wer Gas auch während der Fahrt mit dem Freizeitfahrzeug aus der angeschlossenen Gasflasche entnehmen will, braucht unter anderem diesen Crash-Sensor von GOK. In diesem Beitrag klären wir die wichtigsten Fragen rund um die Sicherheitseinrichtung und erläutern die Funktionsweise.

Wofür brauche ich den Crash-Sensor?

Der Crash-Sensor ist neben der Schlauchbruchsicherung eine der beiden Sicherheitseinrichtungen, die Pflicht sind, wenn ein Camper die Gasanlage im Freizeitfahrzeug auch während der Fahrt betreiben will.

Grundsätzlich dient der Crash-Sensor als Schutz bei einem Unfall mit dem Freizeitfahrzeug. Die Sicherheitseinrichtung sperrt den Gasdurchfluss umgehend ab und verhindert, dass unverbranntes Flüssiggas austreten kann.

Der Crash-Sensor von GOK ist Bestandteil der Gasdruckregelanlage Caramatic DriveTwo und schützt zum Beispiel bei einem Auffahrunfall.
Der Crash-Sensor von GOK ist Bestandteil der Gasdruckregelanlage Caramatic DriveTwo und schützt zum Beispiel bei einem Auffahrunfall.

Wo ist der Crash-Sensor verbaut?

Alle Gasdruckregelanlagen von GOK, die zum Heizen während der Fahrt geeignet sind, haben immer einen Crash-Sensor integriert. Das sind in erster Linie die Anlagen Caramatic DriveOne für Einflaschenanlagen und die Caramatic DriveTwo für Zweiflaschenanlagen.

Beide Gasdruckregelanlagen gibt es wiederum in verschiedenen Ausführungen:

  • zum horizontalen oder vertikalen Einbau
  • für 30 oder 50 mbar-Betriebsdruck (Anlagen mit Bestandsschutz)

Wie funktioniert der Crash-Sensor der Caramatic-Anlagen?

Zur Inbetriebnahme muss der Camper den Resetknopf drücken. Dadurch wird die Ventileinheit in die Offen-Stellung gebracht. Gleichzeitig rollt eine Kugel in die dafür vorgesehene Position, um die Ventileinheit in der Offen-Stellung zu halten und damit den Gasdurchfluss zu ermöglichen.

Kommt es nun zum Beispiel zu einem Auffahrunfall mit dem Wohnmobil beziehungsweise Wohnwagen, blockiert der Crash-Sensor unmittelbar den Gasdurchfluss. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von circa 15 bis 20 km/h auf ein festes Hindernis verlässt die Kugel ihre ursprüngliche Position. Somit fährt die Dichteinheit nach unten, schließt den Gasdurchfluss und verhindert das Austreten von unverbranntem Flüssiggas.

Wie nehme ich den Crash-Sensor in Betrieb?

Wie im vergangenen Absatz bereits erwähnt, muss der Camper zuerst den sogenannten Resetknopf drücken. Durch die Betätigung des Knopfes rollt die Kugel in die dafür vorgesehen Position – der Crash-Sensor wird so gewissermaßen entriegelt, also in die Funktionsstellung gebracht.

  1. Resetknopf drücken

  2. Kugel hält Ventileinheit in Offen-Stellung – Gasdurchfluss offen

  3. Bei Unfall schließt der Crash-Sensor – Gasdurchfluss gestoppt

Wir hoffen mal, dass Sie nie in die missliche Lage eines Unfalls kommen. Sollte es dennoch einmal passieren und der Crash-Sensor hat ausgelöst, können Sie ihn durch Betätigen des Resetknopfes wieder aktivieren. Vor einem weiteren Betrieb sollten Sie in jedem Fall die Gasanlage von einem Sachkundigen oder einer Fachwerkstatt überprüfen lassen.

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Kann ich den Crash-Sensor nachrüsten?

Sie wollen Ihr Fahrzeug über ein Upgrade mit einem Crash-Sensor nachrüsten, um so auch während der Fahrt heizen zu können. Geht das?

Natürlich! Da der Crash-Sensor immer integraler Bestandteil einer Gasdruckregelanlage wie der Caramatic DriveOne oder DriveTwo ist, müssen Sie Ihre alte Anlage gegen eine dieser Varianten tauschen. Im Folgenden Video sehen Sie außerdem, was nötig ist, um während der Fahrt zu heizen:

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Wie im Video auch erwähnt, brauchen Sie neben einem Crash-Sensor einen Hochdruckschlauch mit Schlauchbruchsicherung, um die Verbindung zwischen Gasflasche und Gasdruckregelanlage herzustellen.

Der Tausch der Gasdruckregelanlagen stellt eine sogenannte „wesentliche Änderung“ dar. Das heißt: Sie brauchen eine Prüfung der Flüssiggasanlage nach G 607 – zum Beispiel beim Sachkundigen oder in der Fachwerkstatt.

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Neben Crash-Sensor und Schlauchbruchsicherung ist es zudem wichtig, dass auch das Gasgerät, das während der Fahrt betrieben werden soll, für einen solchen Betrieb überhaupt ausgelegt ist. Bitte checken Sie das unbedingt, bevor Sie Ihre Anlage upgraden.